Das deutsche Bankwesen – eine Begriffsbestimmung

deutsches Bankwesen

Aufsichtsbehörde für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsgesellschaften in Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzsaufsicht (BaFin), die die Ausübung von Bankgeschäften explizit genehmigen muss.
Dazu gehört - nach §1 des Kreditwesengesetzes (KGW) -, dass ein Unternehmen gewerbsmäßig nur dann Bankgeschäfte ausüben darf, wenn der Umfang des Geschäftes einen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
Das deutsche Bankwesen gehört zu den größten der Welt. Allerdings ist der Anteil an privaten Bankinstituten im Vergleich zu genossenschaftlichen oder Öffentlich-rechtlichen in Deutschland deutlich geringer als im internationalen Vergleich.
Dadurch ergibt sich in Deutschland eine Struktur, die sich deutlich von anderen Ländern unterscheidet. Durch den hohen Anteil an genossenschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Banken ist das ganze deutsche Bankensystem nicht sehr stark renditeorientiert aufgebaut.
Genossenschaftliche Banken sind eher daran interessiert, ihre Kunden zufriedenzustellen, als daran, deutliche Gewinne am Geldmarkt zu erwirtschaften. Bei den öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten sieht es ähnlich aus.
Lediglich die Privatbanken arbeiten überwiegend renditeorientiert. Der internationale Markt misst die Bedeutung von Bankinstituten aber eher an dem wirtschaftlich erzielten Erfolg. Aus diesem Grund rutschen die deutschen Großbanken in der Wertung immer deutlicher nach unten. Um wieder an Kunden zu gelangen, starten diese große Werbemaßnahmen über die öffentlichen Medien oder mit Flyer.
Waren im Jahr 2003 noch alle vier deutschen Großbanken im internationalen Ranking vertreten verblieb im Jahr 2005 davon lediglich die Deutsche Bank AG auf dem 12. Platz unter den TOP 25 der Welt.
Die deutsche Bankwelt wird derzeit von der Kredit bzw. Finanzkrise erschüttert. Ein weiteres Abrutschen im internationalen Ranking ist daher möglich.