Die Sparkassen

Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Bankinstitute. Sie entstanden im 19. Jahrhundert, um ärmeren Privatleuten eine sichere Möglichkeit zur Verwaltung ihres Geldes anzubieten. Die Aufgaben der Sparkassen bestehen im Wesentlichen darin, der Bevölkerung Geldanlagemöglichkeiten zu geben und Kreditbedürfnisse zu befriedigen. Sie unterliegen – wie alle Banken – dem Kreditwesengesetz (KWG), dem Bankengesetz des Bundeslandes, in dem sie ansässig sind und ihrer eigenen Satzung.

Regionale Begrenzung

Sparkassen sind in ihrem Einzugsgebiet regional begrenzt. Sie tragen in der Regel den Namen der Stadt (Stadtsparkasse ...) oder der Region (z.B. Sparkasse West-Münsterland).
Die Konditionen für Gebühren und Zinsen können von Sparkasse zu Sparkasse deutliche Unterschiede aufweisen.

Ziele der Sparkassen

Das Hauptaugenmerk der Sparkassen liegt nicht in der Gewinnerzielung. Wenn Gewinne nicht zur Rücklagenbildung verwendet werden, werden sie in der Regel dem Gemeinwohl zugeführt. Es gibt inzwischen eine Reihe von Stiftungen, die vom Sparkassen-Verband ins Leben gerufen wurden.

Geschäftszweige und Filialnetz

Sparkassen sind Universal-Banken. Das bedeutet, sie bieten alle Dienstleistungen, die von einer Bank erwartet werden. Neben attraktiven Anlagekonzepten, dem normalen Giro- und Sparbuchgeschäft bieten die Sparkassen eigene Investmentfonds (DEKA) an. Auch im Bereich von Immobilienfinanzierungen, gewerblichen Krediten und Förderung von Existenzgründern haben sich die Sparkassen einen guten Namen gemacht.
Im Jahr 2008 gab es in Deutschland insgesamt 438 Sparkassen, die ca. 250.000 Mitarbeiter beschäftigen.