Die Postbank

Geschichte der Postbank

Mit der Gründung der ersten dreizehn Postscheckämtern begann am 1. Januar 1909 die Geschichte der Postbank. Zum ersten Mal konnten Privatkunden nun überregional Geld überweisen oder erhalten. Das war eine Neuheit im Bankengeschäft in Deutschland, denn diese Funktionen waren bisher nur Unternehmen und vermögenden Privatleuten vorbehalten.

Führend in der Technologie

Das Auftragsvolumen wuchs ungeheuer schnell. Bereits im Jahr 1950 führte die Postbank die Daueraufträge ein, ab 1951 waren Auslandsüberweisungen möglich und ab 1983 konnte per Bildschirmtext (BTX) bereits eine Art Online-Banking durchgeführt werden.
Überhaupt ist die Postbank das deutsche Bankunternehmen, das immer Vorreiter bei der Nutzung neuester Technologien war. Das Online-Banking via Internet ohne besondere Software wurde ebenfalls von der Postbank als erstem Bankinstitut angeboten.

Die Postbank wird eine „richtige“ Bank

Nach der Wiedervereinigung wurde die Postbank DDR in die Deutsche Postbank integriert und im Jahr 1995 erhielt die Postbank endlich ihre Vollbanklizenz.
Heute hat die Postbank ca. 14 Millionen Kunden und beschäftigt ca. 21.000 Mitarbeiter.
Neben den eigenen Filialen können die Kunden der Postbank ihre Geldgeschäfte auch in den zahlreichen Filialen der Deutschen Post AG abwickeln.

Die DSL-Bank

Im Jahr 1850 wurde auf Erlass des Deutschen Kaisers die DSL-Bank – zunächst unter dem Namen Preußische Rentenkassen - gegründet. Sie verfolgte den Zweck, den aus der Grundherrschaft befreiten Bauern Zugang zu Krediten zu gewähren.
Den Namen DSL (Deutsche Siedlungsbank) erhielt das Kreditinstitut im Jahr 1930. Die DSL-Bank war eine reine Immobilienbank, die Kredite zum Aufbau ländliche Gemeinden vergab.
Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstütze die DSL-Bank im wesentlich Bauern, die aus den Ostgebieten vertrieben wurden, beim Aufbau einer neuen Landwirtschaft.

Die Öffnung der DSL-Bank

Seit 1981 erlaubt es eine Gesetzesänderung, dass sich die DSL-Bank auch in anderen Bereichen engagieren darf. Ihre Aktivitäten sind nunmehr nicht mehr ausschließlich auf den ländlichen Bereich beschränkt. Nach wie vor ist die DSL-Bank ein Unternehmen der öffentlichen Hand. Erst im Jahr 1989 beschließt die Bundesregierung eine Teilprivatisierung.

Übernahme durch die Postbank

Die bewegte Geschichte der DSL Bank als eigenständiger Immobilienbank endet im Jahr 2000 mit der Übernahme durch die Postbank.
Seither fungiert die DSL-Bank als eigene Unternehmenssparte in der Postbank-Gruppe.